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Gastros­kopien

Oder auch Magen­spiegelung genannt

Mit der Gastroskopie kann das Innere des Magens und der erste Abschnitt des Dünndarms (der sogenannte Zwölffingerdarm) ausgeleuchtet und untersucht werden. So können viele Krankheiten und Beschwerden in diesem Teil des Verdauungstrakt effizient erkannt werden.

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Eine Magenspiegelung ist ein Routineeingriff.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat Sie für die Gastro­skopie (Magen­spiegelung) angemeldet.

Ich hoffe, diese Untersuchung mache Ihnen nicht allzu viel Kummer. Ich will Ihnen die Technik kurz erklären. Für die Gastroskopie muss der Magen leer sein: Sie dürfen deshalb ab Mitternacht des Vortages nichts mehr essen oder trinken und müssen am Morgen ganz nüchtern zur Untersuchung kommen. Falls Sie gewohnt sind, am Morgen Medikamente zu schlucken, werden Sie diese nach der Untersuchung einnehmen.

Der Ablauf der Untersuchung

Mit der Gastroskopie kann das Innere des Magens und der erste Abschnitt des Dünndarms (der sogenannte Zwölffingerdarm) ausgeleuchtet und untersucht werden. Das Instrument (Gastroskop) ist ein biegsamer Schlauch von weniger als 1cm Durchmesser, in dem das Licht durch Glasfasern in den Magen hinunter und wieder zum Untersucher zurück geleitet wird. Der vorderste Teil des Gastroskopes kann vom Untersucher in alle Richtungen bewegt werden. So kann jeder Abschnitt des Magens und des Zwölffingerdarms genau abgesucht werden.

Falls sich eine Entzündung der Schleimhaut oder ein Geschwür im Magen oder Zwölffingerdarm finden sollte, können durch das Gastroskop Gewebsproben (Biopsien) entnommen werden: So kann die Art einer Veränderung unter dem Mikroskop genau untersucht werden. Die Entnahme von Biopsien ist schmerzlos, da die Schleimhaut keine Schmerznerven besitzt.

Die Gastroskopie ist eine ungefährliche und schmerz­lose Untersuchung

Die meisten Patientinnen und Patienten bevorzugen es, während der Gastroskopie zu schlafen, um nichts von der Untersuchung mit zu bekommen. In diesem Fall wird unter ständiger Kontrolle der Herztätigkeit (EKG) und der Atmung (Pulsoxymetrie) ein Medikament (Propofol®) eingesetzt, das einen kurzen Schlafzustand hervorruft (Kurznarkose). Obschon der Schlaf nur kurze Zeit dauert, kann man sich anschliessend meist nicht mehr an die Untersuchung erinnern (Amnesie).

Sie können bei der Untersuchung auch wach bleiben und erhalten im Rachen mit einem Spray eine örtliche Betäubung (Rachenanästhesie). Mit der Rachenanästhesie wird der unangenehmste Moment der Untersuchung erleichtert: dann, wenn das Gastroskop „geschluckt „ werden muss. Es entsteht dabei für kurze Zeit ein Würgereiz.

Die Erfahrungen der Patient*innen

Nach der Untersuchung berichten die Patienten über ein Völlegefühl im Magen: Dieses Gefühl entsteht durch die Luft, die durch das Gastroskop geblasen wird, um den Magen ganz zu entfalten. Nach einer Kurznarkose dürfen Patientinnen oder Patienten keinesfalls ein Fahrzeug führen. Die Gastroskopie dauert mit der Vorbereitung höchstens eine halbe Stunde. Anschliessend ruhen Sie sich noch etwas aus und dürfen eine Stunde nach einer Rachenanästhesie wieder essen und trinken.

Ich hoffe, dass ich Ihnen die Angst vor der Gastroskopie etwas nehmen konnte. Und wünsche  Ihnen eine «angenehme» Untersuchung und vor allem einen guten Bescheid.