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Gynä­ko­logie

Jahres­kontrolle & Verhütung

Wir betreuen unsere Patientinnen als Hausärzte und können die frauenärztlichen Routineuntersuchungen (Jahreskontrolle) selber durchführen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Beratung in Fragen der Familienplanung.

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Unsere ganzheitliche Betreuung

Wir betreuen unsere Patientinnen als Hausärzte und können die frauenärztlichen Routineuntersuchungen (Jahreskontrolle) selber durchführen.

Hierzu gehören der sogenannte Krebsabstrich, um den Gebärmutterhalskrebs früh zu erfassen (PAP-Abstrich), die Untersuchung der Eierstöcke und die Tastuntersuchung der Brust.

Die Familienplanung

Wir können auch Spiralen (IUD, Kupfer-Spiralen, Hormonspirale Mirena®) einsetzen und entfernen. Bei sehr schmerzempfindlichen Frauen können wir dies auch in einem kurzen medikamentösen Schlaf tun.

Auch «das Verhütungs-Stäbchen» Implanon® können wir einsetzen und entfernen. Seit dem Januar 2017 können wir auch den IUB Kupferball zur Verhütung einsetzen.

Dr.Maggi und Dr. Oertle besitzen beide den Fähigkeitsausweis für Schwangerschaftultraschall und Abdomenultraschall. Beide haben auch viel Erfahrung in Vaginalsonografie.Wir sind daher in der Lage, wenn nötig, in der gleichen Konsultation auch weitergehende Abklärungen mittels Ultraschall durchzuführen.

Dank unserem guten Netzwerk wissen wir auch, an wen wir die Frauen bei schwerwiegenden Erkrankungen weiterweisen können.

Die Jahres­kontrolle

Der sogenannte «Krebsabstrich» bei der Frau.

In den letzten Jahrzehnten hat sich in den westlichen Ländern die «Jahreskontrolle» der Frauen etabliert, der die Sterblichkeit der Frauen an Brustkrebs und an Krebs der Gebärmutter und Eierstöcke reduzieren soll.

Bei der gynäkologischen Jahreskontrolle wird zuerst die äussere Schamgegend nach möglichen Veränderungen der Haut abgesucht. Dann wird ein Speculum1 in die Scheide eingeführt, was die Betrachtung des untersten Anteiles der Gebärmutter (Gebärmutter-Hals, Portio) mit einem speziellen Mikroskop erlaubt (Kolposkopie).

Mit einem Watteträger wird etwas Scheidenflüssigkeit entnommen und direkt im Anschluss an die gynäkologische Kontrolle im Mikroskop auf mögliche Infektionen hin untersucht.

Anatomische Grafik des weiblichen Geschlechts mit der Markierung wo der Krebsabstrich gemacht wird.

Aus dem Bereich des Muttermundes wird mit einer feinen Bürste Zellmaterial entnommen, das im spezialisierten zytologischen Labor beurteilt wird. Die Region des Muttermundes ist besonders anfällig für Zellveränderungen, da hier die Schleimhaut der Scheide an die anders aufgebaute Schleimhaut der Gebärmutter angrenzt. In dieser Grenzzone können sich Warzen-Viren (Humane Papilloma Viren HPV) ansiedeln und Zellveränderungen bis hin zum Gebärmutterhals-Krebs verursachen. Meistens heilen aber HPV-Infektionen von selber ab.

Bei der Beurteilung der Zellen hat sich die Einteilung I-V nach Papanicolaou (Pap) durchgesetzt.

I+II

normale Zellen

III

entzündlich veränderte Zellen, kontrollbedürftig in 6-8 Monaten

IV

Verdacht auf Krebszellen: Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) nötig

V

Krebszellen 

Nach dem Abstrich des Gebärmutter-Halses (Pap-Abstrich) wird das Speculum entfernt und die Gebärmutter und die Region der Eierstöcke ausgetastet. Gegebenfalls kann eine (vaginale) Ultraschall-Untersuchung der inneren Geschlechtsorgane notwendig sein.

Zum Schluss der Jahreskontrolle werden die Brüste und die dazugehörigen Lymphknoten in den Achseln auf mögliche Knoten hin abgetastet.

Ein auffälliges Resultat des Pap-Abstriches würde Ihnen 2-3 Wochen nach der Untersuchung mitgeteilt.

Für ihre Akten

Info-PDF zur Jahreskontrolle
Anatomische Grafik wie ein Speculum eingeführt wird und wo das Koloskop platziert ist.

Die Spirale oder IUD

Verhütungs­mittel (Contraception)

Der Name kommt vom ersten spiralförmigen Aussehen dieses Verhütungsmittels. Die heutigen Spiralen sind nicht mehr spiralförmig und heissen deshalb auch IUD (englisch für:«intrauterine device» = ein in der Gebärmutter liegendes Verhütungsmittel. Auf französisch heissen sie : «stérilet»). Die Spiralen verhindern Schwangerschaften zuverlässig und können bis zu fünf Jahren belassen werden.

Am besten lässt sich das IUD während der Menstruation einsetzen, weil dann der Muttermund etwas geöffnet ist und sich das IUD leichter einführen lässt.

Unmittelbar nach Einlegen der Spirale empfehlen wir Monatsbinden statt Tampons zu benutzen. Sechs Wochen nach dem Einsetzen muss der korrekte Sitz des IUD mit einer Ultraschall-Untersuchung) kontrolliert werden. Die Erfahrung zeigt, dass das IUD am häufigsten bei der ersten Menstruation nach der Einlage ausgestossen wird. Nach der Einlage kann die Frau während einer bis mehreren Wochen  -meist schwache- Blutungen haben.

Gynäkologische Kontrollen sollen bei Spiralen-Trägerinnen jährlich erfolgen.

Anatomische Abbildung der weiblichen Geschlechtsorgane und wo die Spirale platziert wird.

Es gibt folgende gängigen Typen

Grafische Abbildung der verschiedenen Spiralen. Die Kupferspiralen, Gynefix sowie Hormonspiralen (Mirena, Jaydess, Kyleena).

Die Kupfer­spirale (Kupfer IUD)

Um ein biegsames  Plastikteilchen ist Kupfer gewickelt  das die Beweglichkeit der Spermien vermindert oder diese abtötet. Die Schleimhaut der Gebärmutter wird durch Kupfer verändert und die Einnistung eines befruchteten Eies erschwert. Eine sehr seltene aber ernsthafte Komplikation der Kupferspirale ist eine Infektion der Gebärmutter und der Eileiter. Das Risiko dafür steigt mit der Anzahl der Sexualpartner und ist in einer monogamen Beziehung sehr gering.

Gynefix® IUD

Diese besteht aus einem Faden auf welchem kleine Kupferteile aufgereiht sind. Am Anfang des Fadens hat es einen Knoten der in die Muskelschicht der Gebärmutter eingebracht wird. Dadurch soll einer Ausstossung vorgebeugt werden. Empfängnisverhütende Wirkung und Sicherheit sind gleich wie bei der Kupferspirale.

Der IUB Kupferball besteht aus Kupferkügelchen die an einem Träger aus vorgeformten Kunststoff aufgereiht sind. Nach dem Einsetzen entfaltet sie der IUB . Wir bei allen Innovationen, ist die Erfahrungszeit noch relativ kurz und die Zahl der Anwenderinnen klein, aber bis jetzt (2018) haben wir vorläufig damit gute Erfahrungen gemacht.

Die «Hormonspirale» Mirena®, Jaydess oder Kyleena®

Die Mirena® ist ein kleines biegsames Plastikteilchen, das von der Frau in der Gebärmutter nicht gespürt wird und während fünf Jahren das Gelbkörperhormon (Progesteron = Gestagen) gleichmässig in sehr geringen Mengen in die Gebärmutterhöhle abgibt.

Durch die Gestagenwirkung verdickt sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals und die Spermien können nicht in die Gebärmutter vordringen. Gestagen hemmt die Beweglichkeit der Spermien und vermindert das monatliche Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Damit kann sich eine Eizelle nicht mehr einnisten und die Monatsblutungen verringern sich oder bleiben ganz aus. In einzelnen Fällen können Schmierblutungen auftreten, gelegentlich hormonelle Nebenwirkungen wie Spannen der Brüste, Kopfschmerzen, Hautprobleme.

Jadess und  Kyleena® wirken wie Mirena und können 5 Jahre (Kyleena) oder 3 Jahre (Jaydess)  in der Gebärmutter belassen werden. Sie haben eine etwas niedrigere Hormondosierung.

Als Spiralen-Trägerin melden Sie sich bei folgenden Symptomen dringend in unserer Praxis

A

starke Unterleibsschmerzen, besonders bei Erschütterung des Körpers und auch beim Sex

B

unklares Fieber

C

vaginale Dauerblutungen

D

Ausbleiben der Periode (gilt nur für Kupfer IUD)

E

Schwangerschaftsgefühle (Spannen der Brüste, morgendliche Übelkeit oder Erbrechen, Müdigkeit)

Wir können für Ausstossung, Schwangerschaften, Entzündungen im Zusammenhang mit der Spirale keine Haftung übernehmen, wir stehen jedoch jederzeit mit unserer Hilfe zur Verfügung.

Für ihre Akten

Info-PDF über die Spirale